Graduiertenakademie

Jahresprogramm: Ausblick 2020

Die Graduiertenakademie organisiert verschiedene jährliche Veranstaltungsformate zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und zur Vernetzung. Im Rahmen der Winter- und Sommerakademien werden regelmäßig Workshops zu Forschungsmethoden sowie zu Personal- und Sozialkompetenzen angeboten.

Die Winterakademie 2020 findet von 10. bis 13. März im Tagungshaus der evangelischen Kirche in Bad Herrenalb statt.

Die Sommerakademie 2020 findet von 3. bis 4. Juli an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd statt.

Das Zukunftsforum Bildungsforschung 2020 findet unter dem Rahmenthema "Differenzierungsstrategien in Schule und Hochschule" von 20. bis 21. November an der Pädagogischen Hochschule Freiburg statt.

Jahresprogramm: Rückblick 2019

Unter dem Titel "Bildung und Nachhaltigkeit - disziplinäre, interdirsziplinäre und transdisziplinäre Perspektiven" fand das 6. Zukunftsforum Bildungsforum in Weingarten statt

Bildung und Nachhaltigkeit standen im Mittelpunkt des 6. Zukunftsforums Bildungsforschung an der Pädagogischen Hochschule (PH) Weingarten. Ausgerichtet von der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg mit ihrem Fokus auf der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung im Bereich der Bildungsforschung wurde das Thema an zwei Tagen in Vorträgen und Workshops aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen am 29. und 30. November 2019 zum wissenschaftlichen Austausch und zur Vernetzung. Übergreifendes Thema war „Bildung und Nachhaltigkeit – disziplinäre, interdisziplinäre und transdisziplinäre Perspektiven“. Professor Dr. Wolfgang Müller, Prorektor für Forschung, Internationalisierung und Transfer in Weingarten, unterstrich die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg im Rahmen der gemeinsamen Graduiertenakademie. „Die Veranstaltungen sind hochschulübergreifende Vernetzungs- und Diskussionsforen. Sie geben Raum für einen offenen Austausch.“ Das Thema Bildung im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung treibe alle an. An allen Pädagogischen Hochschulen seien Nachwuchsforscher auf diesem Gebiet aktiv. Professorin Dr. Claudia Bergmüller-Hauptmann, Moderatorin des Zukunftsforums, bezeichnete Nachhaltigkeit als zentrale Leitperspektive in der Bildungsarbeit. „Aktuell suchten die Bildungsinstitutionen und auch die Gesellschaft eine enge Kooperation mit der Wissenschaft und erwartet sich Impulse“, so ihr Eindruck.

Für die Keynote ist Dr. Mandy Singer-Brodowski von der Freien Universität Berlin nach Weingarten gekommen. Ihre fesselnde Rede hatte die Erziehungswissenschaftlerin unter den Titel „Bildung – Transformation – Nachhaltigkeit. Eine Reflexion über das Lernen in Zeiten von gesellschaftlichen Umbrüchen“ gestellt. Als Spannungsfeld umriss Singer-Brodowski das Thema Lernen in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche. „Dabei geht es immer um ergebnisoffene Gestaltungsprozesse.“ Die Brillen, mit denen wir auf die Welt schauen, würden immer dann gewechselt, wenn etwas sehr irritierend sei. Die aktuelle Klimakrise sei ein Beispiel.

Die Keynote eröffnete zwei Tage des regen Austauschs zwischen den jungen Nachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie den anwesenden Professorinnen und Professoren. Aus den Einreichungen zum Call for Papers wurden 23 Vorträge angenommen, die in in acht thematische Vortragssessionseingeteilt wurden. Darüber hinaus fanden vier Invited-Speaker-Sessions zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Bildung und Nachhaltigkeit statt. Prof. Dr. Marco Rieckmann  von der Universität Vechta sprach zu BNE-Kompetenzen für Lehrende,  Prof. Dr. Johannes Huwer (Pädagogische Hochschule Weingarten) stellte die Transformation von Bildung für Nachhaltigkeit in Real-Life Kontexten im Zeitalter der Digitalisierung vor. Am zweiten Tag der Konferenz sprachen Dr. Lydia Kater-Wettstädt (Leuphana Universität Lüneburg) über die Rolle von Unterrichtsmaterialien aus dem Internet und OER (open educational ressources) im Kontext von BNE und Prof. Dr. Katja Schneider (Pädagogische Hochschule Heidelberg) zur Ernährungsökologie im Schulalltag - Schulverpflegung als relevantes Nachhaltigkeitsthema?!

Zum Abschluss der zweitägigen Nachwuchstagung tauschten die Teilnehmer/innen sich im BNE-Café über das die sich aus der Tagung ergebenden Perspektiven zu BNE 2050 aus.

Sommerakademie 2019: Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten Workshop-Angebot in Karlsruhe

Die Sommerakademie der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg fand dieses Jahr an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe statt. Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten das speziell auf Bildungsforschung ausgerichtete Workshop-Angebot, um sich weiter zu qualifizieren. Darunter auch Teilnehmende aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland.

Die sechs Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs sind wichtige Standorte der Schul- und Bildungsforschung. Um den akademischen Nachwuchs zu fördern, bietet ihre gemeinsame Graduiertenakademie ein hochschulübergreifendes Qualifizierungsprogramm an. Dazu zählt auch die jährlich stattfindende Sommerakademie. Gastgeber der achten Auflage am 12. und 13. Juli war die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die Sitz der Geschäftsstelle der Graduiertenakademie ist. Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten das zweitägige Workshop-Angebot. 

„Wir freuen uns, dass die Sommerakademie mit Teilnehmenden aus Baden-Württemberg, anderen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland wieder gut besucht und spannend zusammengesetzt war“, zog Prof. Dr. Annette Worth, Leiterin der Graduiertenakademie, eine positive Bilanz des Qualifizierungsangebots. „Die aktive Aneignung von umfassenden forschungsmethodischen Kenntnissen ist und bleibt für eine erfolgreiche Promotion und darüber hinaus zentral“, so die Prorektorin für Forschung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Interventionsforschung und Videographie
Auf dem Programm der Sommerakademie standen Workshops zu Bildungswissenschaftlicher Interventionsforschung, zu Möglichkeiten der Visualisierung statistischer Daten oder zur Item-Response-Theorie, die für die Bildungswissenschaften im Bereich der Kompetenzmodellierung sowie für Verfahren der Skalierung zentral ist. Qualitativ arbeitende Bildungs- und Unterrichtsforschende setzen häufig Videographie ein, etwa für Unterrichtssituationen. Auch zu diesem Thema fand ein Workshop statt, ebenso zum Thema Slidewriting. Hier wurde vermittelt, wie sich Forschungsergebnisse komprimiert auf Folien darstellen lassen. Und in ihrem Evening Seminar warf die Sommerakademie einen Blick auf Fragen guter wissenschaftlicher Praxis - aus einer dezidiert juristischen Perspektive.

Eine ganze Reihe strukturierter Promotionsprogramme
„Als die Sommerakademie 2012 das erste Mal ausgerichtet wurde, waren die Pädagogischen Hochschulen in der Nachwuchsförderung noch ganz anders aufgestellt als sie es heute sind“, berichtet Prof. Worth. Im Rückblick habe sich viel getan. „Mittlerweile gibt es an den Pädagogischen Hochschulen eine ganze Reihe strukturierter Promotionsprogramme. Und mit den zahlreichen erfolgreichen Projektanträgen im Rahmen der zweiten Runde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren anhalten“, so die Leiterin der Graduiertenakademie.

Parallel dazu sei an allen Standorten Pädagogischer Hochschulen in Baden-Württemberg ein beachtliches Angebot an lokalen Unterstützungsangeboten aufgebaut worden. Dies ermögliche Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen mittlerweile an allen Standorten regelmäßig Workshops mit Experten und Expertinnen besuchen zu können. Die standortübergreifenden Angebote der Graduiertenakademie bieten vor diesem Hintergrund einen fixen Dreh- und Angelpunkt im akademischen Jahr der Pädagogischen Hochschulen. „Ihre anhaltend große Bedeutung liegt nicht zuletzt darin, dass sie Räume für hochschulübergreifenden Austausch und Vernetzung schaffen“, betont Prof. Worth.

Winterakademie 2019: Viertägiges Qualifizierungsangebot der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen stieß bei Promotionsinteressierten, Promovierenden und Post-Docs auf großes Interesse

Entscheidungshilfe für Promotionsinteressierte, eine Feldforschungswerkstatt und effektive Publikationsstrategien – diese und sechs weitere Workshops standen auf dem Programm der Winterakademie 2019, zu der vorige Woche 75 Promotionsinteressierte, Promovierende und Post-Docs in Bad Herrenalb zusammenkamen. Veranstalter des viertägigen Qualifizierungsangebots zu Forschungsmethoden und Schlüsselqualifikationen für eine wissenschaftliche Karriere war die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs. Die gute Resonanz auf die zwölfte Auflage der hochschulübergreifenden Winterakademie bestätigt das Konzept des Formats, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Klausuratmosphäre nicht nur hochwertigen Input für alle Phasen des Promotionsprozesses und für die spätere Forschungsarbeit bietet, sondern auch vielfältige Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung.

„Zu erkennen, dass man in seinem Prozess der Auseinandersetzung nicht alleine dasteht, ist sowohl für Studierende als auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Übergang in eine neue Phase der akademischen Laufbahn ganz besonders wichtig“, sagt Prof. Dr. Annette Worth, Leiterin der Graduiertenakademie und Prorektorin für Forschung und Nachwuchsförderung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Und eine Teilnehmerin des Workshops „Doktorhut steht mir gut?“ bilanziert: „Für mich war das vor allem eine Standortbestimmung. Es war sehr inspirierend und bereichernd, in Interaktion mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die eigene Position finden zu können.“ Sie ist im letzten Semester ihres Masterstudiums und interessiert sich für eine Promotion an einer Pädagogischen Hochschule. Die Pädagogischen Hochschulen verfügen über Promotions- sowie Habilitationsrecht.

Zum Programm der Winterakademie 2019
Der Bogen reichte von der Vorphase einer Promotion über die Phase der Entscheidung bis hin zu Planung und Konzeption eines Forschungsprojekts sowie zu forschungsmethodischen Fragestellungen der Datenerhebung und Datenanalyse. Außerdem zur Wahl standen Workshops zur Publikation der eigenen Forschungsergebnisse sowie ein Disputationstraining, das Promovierende bei der Vorbereitung auf die mündliche Doktorprüfung unterstützt. Das komplette Programm der Winterakademie finden Sie im Archiv der Veranstaltung.

Über die Graduiertenakademie

Die Graduiertenakademie ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs, deren zentrales Ziel die Nachwuchsförderung in der Bildungsforschung ist. Zu diesem Zweck stellt sie ein hochschulübergreifendes Qualifizierungsprogramm bereit, das der interdisziplinären wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und Vernetzung dient. Auf diese Weise werden NachwuchswissenschaftlerInnen auf die komplexen Herausforderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet.